Ein Auto ist nicht zwingend notwendig auf Porto Santo. Natürlich macht es vieles einfacher, aber Porto Santo ist nur etwa elf Kilometer lang und sechs Kilometer breit. Wer das weiß, plant entsprechend. Die meisten Ziele sind erreichbar, man muss nur wissen, womit.
Inhaltsübersicht
Zu Fuß: mehr als man denkt
Vila Baleira ist überschaubar. Vom Hauptplatz zum Hafen sind es fünfzehn Minuten, zum Strand fünf. Wer im Ortszentrum wohnt, braucht für den Alltag kein Fahrzeug. Supermarkt, Restaurant, Strand, Café: alles zu Fuß.
Für kurze Strecken eignet sich Porto Santo hervorragend zum Spazierengehen, besonders in und um Vila Baleira. Viele Unterkünfte liegen in Strandnähe.
Fahrrad: ideal für die Südküste
Es gibt einen 5 km langen Radweg auf der E111, die zwischen Vila Baleira und Ponta da Calheta am Strand entlangführt. Das ist die schönste Strecke der Insel, und mit dem Fahrrad sieht man mehr als vom Auto aus. Der Weg ist flach, direkt am Meer, und man kann jederzeit anhalten.
Porto Santo wirkt flach, ist es aber nicht überall. Mit einem E-Bike ist es entspannt, mit einem normalen Fahrrad eher sportlich. Im Sommer kommt dazu, dass die Hitze auf dem Rad schnell zur Herausforderung wird. Wer früh morgens startet, hat es besser.
Fahrradverleih in Vila Baleira: BikNic Porto Santo, Auto Acessórios Colombo, PXO sowie Porto Santo Bikes im Süden der Insel. Die meisten Verleihstationen befinden sich im Stadtzentrum. E-Bikes sind überall verfügbar, normale Räder ebenfalls.
Bus: günstig, aber mit Einschränkungen
Der Hauptbusterminal befindet sich hinter der Tankstelle am Küstenende der Rua João Gonçalves Zarco. Hier wartet immer ein Bus auf die Fähre und bringt vom Hafen nach Vila Baleira, für 1 Euro. Abgesehen davon fahren nur 6 Busse um die Insel, entlang der Küste und im Inland. Jede Stunde fährt im Schnitt ein Bus.
Für den Transfer vom Hafen oder Flughafen nach Vila Baleira ist der Bus ideal: günstig, direkt, kein Stress. Für Ausflüge in den Norden oder Westen der Insel ist er weniger praktisch, weil die Takte dünn sind und man nach dem Aussteigen oft noch ein gutes Stück zu Fuß hat.
Wer eine Rundfahrt über die gesamte Insel unternehmen möchte, bieten sich auch die zweistündigen Bustouren an. Sie fahren einmal täglich vom Hauptbusterminal ab und sind eine gute Möglichkeit, einen ersten Eindruck von Porto Santo zu bekommen.
Taxi: flexibel für einzelne Fahrten
Taxis sind zuverlässig und nicht besonders teuer, allerdings gibt es nicht viele davon. Man findet sie hauptsächlich im Hafen und in Vila Baleira. Ideal für einzelne Fahrten, aber weniger praktisch für einen ganzen Tag voller Stopps.
Eine Fahrt kann jederzeit unter der Nummer +351 291 982 334 bestellt werden. Für abgelegene Orte wie die Naturpools im Norden oder die Fonte da Areia ist das Taxi die einfachste Lösung, wenn man kein Auto hat. Taxi buchen, hinfahren lassen, Rückfahrt vereinbaren.
Wer mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Tag sehen will, vereinbart am besten direkt eine Halbtages- oder Tagestour. Taxifahrer machen Halbtages- oder Tagestouren auf der Insel. An Wochenenden und öffentlichen Feiertagen gibt es einen Zuschlag von 20 Prozent.
Elektroauto: Porto Santos besonderes Angebot
Porto Santo hat als eine der ersten Inseln weltweit ein Projekt mit Elektroautos und erneuerbaren Energien umgesetzt. Auf der Insel wurden Ladesäulen für Elektroautos sowie Photovoltaik- und Windkraftanlagen installiert. Elektroautos sind in Vila Baleira mittlerweile leihbar, mehrere Verleihstationen bieten sie an. Für die Insel, die kaum mehr als zwanzig Minuten von Ost nach West braucht, ist das eine sinnvolle und angenehme Option.
Geführte Jeeptouren
Wer alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag sehen will und weder Auto noch Taxi für sich allein buchen möchte, fährt mit einer organisierten Jeeptour. Die Touren decken in der Regel die Basaltorgel, die Dünen, Fonte da Areia, die Nordküste und die wichtigsten Aussichtspunkte ab. Buchbar direkt in Vila Baleira oder vorab online. Zwei bis drei Stunden, kleine Gruppen, auf Deutsch oder Englisch.
Was geht ohne Auto problemlos, was nicht
| Ziel | Zu Fuß | Fahrrad | Bus | Taxi |
|---|---|---|---|---|
| Strand (Hauptstrand) | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Vila Baleira Zentrum | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Ponta da Calheta | 🟡 weit | ✅ Radweg | 🟡 selten | ✅ |
| Hafen / Marina | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Miradouro da Portela | ❌ | 🟡 bergig | 🟡 | ✅ |
| Naturpools Salemas | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ |
| Fonte da Areia | ❌ | 🟡 | ❌ | ✅ |
| Basaltorgel | ❌ | 🟡 | ❌ | ✅ |
| Pico do Castelo | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ + Fußweg |
Fazit
Wer eine Woche auf Porto Santo verbringt und hauptsächlich am Strand liegt, kommt ohne Auto gut zurecht. Fahrrad für den Alltag entlang der Südküste, Bus oder Taxi für die wenigen Transfers. Wer die Nordküste, die Naturpools, die Dünen und die Aussichtspunkte alle sehen will, braucht entweder ein Auto oder mindestens ein bis zwei Taxis für Tagestouren. Eine Jeeptour ist die schnellste Lösung für alles auf einmal.
Parken ist auf Porto Santo übrigens herrlich unkompliziert: keine Parkuhren, kein Stress. Das nur als Hinweis, falls die Entscheidung gegen den Mietwagen am Ende doch knappt wird.







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