Der Miradouro da Lapa gehört zu den neueren Aussichtspunkten auf Porto Santo. Lange war der Ort kaum mehr als ein offenes Stück Erde auf den Klippen der Camacha an der Nordküste – ohne Absicherung, ohne Befestigung, ohne irgendetwas, das man hätte Infrastruktur nennen können. Nur ein paar Einheimische wussten davon, und Neugierige, die dem Meeresrauschen gefolgt waren.
Das hat sich geändert. Die Gemeindeverwaltung Porto Santo hat den Platz 2025 für rund 300.000 Euro umgebaut und dabei aus einem ungenutzten Flecken einen richtigen Aussichtspunkt gemacht – mit befestigtem Boden, Absicherungen an den Klippenrändern und einer Schaukel mit Blick über den Atlantik.
Inhaltsübersicht
Was man sieht
Der Blick geht nach Norden, direkt ins offene Meer. Kein Strand, keine Promenade, keine Hotels. Nur die Klippen der Nordküste, das Wasser darunter und am Horizont nichts. Wer von der Südseite der Insel kommt, merkt sofort, wie anders die Küste hier ist – rauer, steiler, weniger zugänglich.
In der Tiefe liegt der Porto das Salemas, der Bereich mit den Naturpools, die bei Ebbe freiliegen. Von oben sieht man gut, wie sich die Felsen ins Meer schieben. Etwas weiter draußen liegt der Ilhéu da Fonte da Areia, ein kleiner Felsen mit eigener Geschichte, geformt von Wind und Erosion.
Die Schaukel
Sie steht direkt am Rand, über dem Abfall zur Küste. Wer drauf sitzt und nach vorne schwingt, hat für einen Moment das Gefühl, nichts unter sich zu haben. Olga hat sich draufgesetzt. Ich hab fotografiert.
Praktisches
Der Weg zur Lapa führt über die Nordküstenstraße, ein Teil davon ist nicht asphaltiert. Mit normalem Mietwagen erreichbar, Parkplatz vorhanden. Kaum Besucherstrom, zumindest noch. Das kann sich ändern, je mehr der Aussichtspunkt bekannt wird – die Schaukel allein sorgt schon für Fotos in sozialen Netzwerken.
Kostenloser Eintritt. Am besten mit einer Fahrt zu den Naturpools von Salemas kombinieren, die nicht weit entfernt liegen.














