Miradouro da Portela – Das bekannteste Panorama von Porto Santo

Miradouro da Portela – bekanntester Aussichtspunkt

Wer Porto Santo einmal von oben sehen will, fährt zur Portela. Der Aussichtspunkt liegt im Südosten der Insel, rund 1,5 Kilometer vom Zentrum Vila Baleiras entfernt, direkt an der Hauptstraße. Man kann ihn kaum verfehlen – ein Schild, ein Parkplatz, und dann steht man plötzlich vor dem Bild, das auf den meisten Fotos von Porto Santo zu sehen ist.

Was man sieht

Der Blick geht in zwei Richtungen gleichzeitig, und beide lohnen sich.

Nach Westen liegt der gesamte Südstrand vor einem, Vila Baleira in der Mitte, der Hafen, die Marina, und ganz am Ende, kaum noch zu erkennen, die Ponta da Calheta. Bei klarem Wetter sieht man auch, wie trocken die Insel wirklich ist. Kein Grün, das die Küste einfasst, nur Sand, Basalt und Meer. Das ist der Moment, in dem man begreift, warum Porto Santo sich so anders anfühlt als Madeira.

Nach Nordosten ragen die Vulkankuppen der Insel auf, Pico do Facho mit 516 Metern, Pico do Castelo mit 436 Metern und dahinter liegt der Ilhéu de Cima, einer der kleinen unbewohnten Felseinseln rund um die Insel. Wenn die Fähre aus Funchal einläuft, sieht man sie von hier aus direkt in den Hafen einfahren.

Die drei Windmühlen

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen drei historische Holzwindmühlen auf steinernen Sockeln. Die erste soll 1794 gebaut worden sein. Sie sind das Wahrzeichen von Porto Santo, auf jedem Tourismusplakat, in jedem Reiseführer, und das aus gutem Grund. Die hölzernen Flügel lassen sich noch drehen, die Konstruktion ist gut erhalten. Man sieht noch die Drehmechanismen am Sockel, mit denen die Mühle früher in den Wind gedreht wurde.

Porto Santo hatte einmal deutlich mehr davon. Die ersten Siedler aus Portugal bauten hier Getreide an und nutzten den konstanten Nordostpassat zum Mahlen. Heute sind es noch einige wenige, von denen diese drei direkt an der Portela die bekanntesten sind.

Auf dem Weg dorthin

Die Zufahrt führt durch eine kurze Palmenallee. Kurz vor dem Aussichtspunkt steht die Kapelle Nossa Senhora da Graça, die 1851 erbaut wurde. In ihr wird eines der wichtigsten Feste der Insel gefeiert. Das Gebäude ist klein, unscheinbar, und oft übersehen. Wer einen Moment Zeit hat, sollte kurz anhalten.

Praktisches

Kostenloser Eintritt, großer Schotterplatz zum Parken, gut erreichbar auch mit den kleinen Elektroautos, die auf der Insel überall verliehen werden. Für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist die Portela gleichermaßen geeignet – morgens leuchtet der Strand in warmem Licht, abends legt sich die Sonne hinter die Kuppen im Westen. Etwa zehn Minuten reichen, um die Aussicht zu genießen. Wer auch die Windmühlen besichtigt und zur Kapelle läuft, plant zwanzig.

Unser Eindruck

Wir waren zweimal dort. Einmal mittags, einmal kurz vor Abend. Mittags stand schon eine Handvoll Leute mit Handys, abends waren wir fast alleine. Der Strand sah zu beiden Zeiten anders aus, mittags hell und flach, kurz vor Sonnenuntergang fast orange. Beides war gut. Die Windmühlen haben uns ehrlich gesagt mehr fasziniert als die Aussicht. Es ist selten, dass man so alte Holzkonstruktionen noch so gut erhalten sieht.

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