Der Name sagt es direkt: Castelo bedeutet Burg. Einen richtigen Burgturm hat es hier oben nie gegeben, aber eine Befestigungsanlage schon. Im 16. Jahrhundert wurde der Gipfel zur letzten Zuflucht der Inselbewohner ausgebaut, wenn Piraten landeten. Franzosen, Algerier, gelegentlich auch Engländer – Porto Santo wurde oft angegriffen und noch öfter geplündert.
Inhaltsübersicht
Was auf dem Gipfel zu finden ist
Auf 437 Metern Höhe gibt es eine rekonstruierte Festungsanlage, einige Kanonen, Bänke und eine kleine botanische Gartenanlage mit einheimischen und exotischen Pflanzen. Die Büste des António Schiappa de Azevedo erinnert an den Mann, der Ende des 19. Jahrhunderts die Aufforstung des Berges vorantrieb. Vorher war der Pico do Castelo kahl. Heute wachsen hier Aleppo-Kiefern, Drachenbäume und Zedern.
Auf halber Höhe liegt der Miradouro Pico Castelo, ein Aussichtspunkt mit Parkplatz, Bänken, Toilette und einer der alten Kanonen. Von hier sieht man schon einen Großteil der Insel, den Strand, Vila Baleira, den Hafen, die vorgelagerten Inseln. Wer nicht mehr weiterlaufen will, hat hier schon das Wesentliche.
Wer zum Gipfel weitergeht, bekommt einen Rundumblick auf fast 80 Prozent der Insel.
Zwei Wege nach oben
Es gibt zwei Varianten auf den Gipfel, beide dauern etwa 45 Minuten vom Aussichtspunkt aus. Eine führt stufenförmig direkt hinauf, die andere ist etwas flacher und eignet sich gut für den Abstieg. Wer beide kombiniert, macht eine kleine Runde.
Mit dem Auto kommt man fast bis ganz nach oben – die Straße endet beim Parkplatz des Aussichtspunkts. Die letzten Minuten zum Gipfel bleiben den Fußgängern vorbehalten.
Verbindung zum Pico do Facho
Vom Gipfel des Pico do Castelo führt ein Schild mit der Aufschrift Moledo weiter zum Pico do Facho. Wer beide Berge verbinden will, plant gut zwei bis drei Stunden ein. Der PR2 Wanderweg verbindet die beiden Gipfel offiziell und führt dabei durch Pinienwälder und offenes Gelände mit Blick auf die Nordküste.
Praktisches
Der Parkplatz am Aussichtspunkt ist kostenlos und mit dem Auto erreichbar, die Straße ist holprig. Wasser und Sonnenschutz mitnehmen, es gibt keine Einkehrmöglichkeit oben. Seit Januar 2026 kann für offizielle Wanderwege auf Porto Santo eine Gebühr von 4,50 Euro fällig werden – vorher auf dem SIMplifica-Portal prüfen, was aktuell gilt.





















