Zimbralinho ist der Name einer Bucht im westlichen Teil von Porto Santo, zwischen dem Pico das Flores und den Morenos. Vom Hauptstrand aus sieht man sie nicht, vom Miradouro das Flores oben schon. Eine kleine, fast kreisrunde Bucht zwischen Klippen, türkisfarbenes Wasser, keine Sonnenschirme, kein Restaurant, kein Betrieb. Eine der schönsten Stellen der Insel, und gleichzeitig die komplizierteste zu erreichen.
Inhaltsübersicht
Der Strand selbst
Ein kleiner Kieselstrand, umgeben von steilen Klippen und zwei Felsen auf dem Meeresgrund im mittleren Teil der Bucht, mit kristallklarem Wasser. Wer feinen Sand erwartet wie am Hauptstrand, wird überrascht sein. Der Untergrund ist felsig, Badeschuhe sind keine schlechte Idee. Der Strandstreifen ist nicht länger als 40 Meter und größtenteils mit Kieselsteinen bedeckt. Eine leichte Vertiefung beginnt direkt von der Küstenlinie.
Das Wasser ist das eigentliche Argument. Geschützt durch die Klippen ist es ruhiger als an der offenen Südküste, glasklar und tief genug für gutes Schnorcheln direkt vom Ufer aus. Fische, Tintenfische, Seesterne, manchmal auch Muränen. Vorsicht ist bei Portugiesischen Galeeren geboten, die gelegentlich auftreten können. Wer einen transparenten Blob an der Wasseroberfläche sieht, hält besser Abstand.
Aktueller Stand: Zugang offiziell gesperrt (Mai 2026)
Der offizielle Fußweg hinunter zur Bucht ist derzeit nicht freigegeben. Das Gabinete da Administração Pública Regional auf Porto Santo hat offizielle Hinweise auf Zugangsprobleme herausgegeben („constrangimentos no acesso“), als Ursache gelten Steinschläge und Rutschungen an der steilen Treppe hinunter zur Bucht. Das Problem ist nicht neu, der Weg war schon um 2021 eingestürzt, und offenbar ist die Situation bis heute nicht behoben.
Aktuelle Besucherbewertungen aus 2025 und 2026 bestätigen: Oben am Zugang steht ein Schild mit Zugangsverbot, an den Klippen sind Felssturzspuren erkennbar. Manche Leute gehen trotzdem runter. Das ist ihr gutes Recht, aber es ist offiziell nicht erlaubt und das Risiko trägt man selbst.
Wer aktuell auf dem neuesten Stand sein will, fragt am besten direkt beim Tourismusbüro in Vila Baleira nach (Praça do Barqueiro, geöffnet Mo–Fr 8:30–17:30, Sa 10–12:30). Solche Sperrungen können sich ändern, in beide Richtungen.
Die empfohlene Alternative: Kayaktour
Die sicherste und entspannteste Art, die Bucht zu erreichen, ist das Kajak vom Strand der Ponta da Calheta aus. Die Strecke dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten, bei ruhiger See ohne große Anstrengung.
Porto Santo Destination Tours bietet eine Kayaktour an, die am Strand der Calheta startet, die Bucht Zimbralinho besucht und denselben Weg zurückkehrt. Unterwegs sieht man die vulkanischen Felsformationen von einer Perspektive, die zu Fuß nicht möglich ist.
Praktische Details zur Tour:
- Erwachsene ab 28 Euro, Kinder unter 12 Jahren ab 17 Euro. Morgens zwischen 8 und 13 Uhr, nachmittags zwischen 15 und 19 Uhr. Mindestens eine Person, maximal neun. Ab 5 Jahren, Kinder in Begleitung Erwachsener. Grundlegende Schwimmkenntnisse werden vorausgesetzt.
- Treffpunkt: Ponta da Calheta, auf der rechten Seite am Ende des Strandes, wenn man aufs Meer schaut.
- Unterwasserkamera empfehlenswert, wird aber nicht gestellt.
Die Bewertungen für diese Tour sind durchgehend gut. Wer die Bucht einmal vom Wasser aus gesehen hat, will manchmal auch noch zu Fuß hinunter, wie ein Besucher auf Tripadvisor schrieb: „Wir haben die Bucht zuerst bei der Kajaktour besucht. Es hat uns so gut gefallen, dass wir danach noch zu Fuß hingewandert sind.“ Das war allerdings vor der aktuellen Sperrung.
Was es dort nicht gibt
Kein Parkplatz direkt am Strand, keine Umkleide, keine Toilette, kein Schatten, kein Kiosk. Infrastruktur oder Dienstleistungen sind nicht vorhanden, was den Strand unberührt von der Zivilisation lässt. Alles mitbringen, was man braucht: Wasser, Sonnenschutz, Snorkelausrüstung, Badeschuhe.
Lohnt sich das trotzdem?
Ja. Gerade weil der Zugang nicht einfach ist, gehört die Bucht zu den ruhigsten Orten auf Porto Santo, selbst im August. Wer die Kayaktour macht, kombiniert die Anfahrt mit einem guten Ausblick auf die Westküste und hat den Strand danach für sich. Das ist selten auf dieser Insel und noch seltener anderswo.
Stand: 11.Mai 2026






